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Auslandsaktivitäten

Eine aktuelle Herausforderung der Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern ist die Vorbereitung auf die Internationalisierung des Gesundheitsmarktes. So rüsten sich die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern in enger Kooperation mit ihrer Krankenhausgesellschaft auf die Zusammenarbeit mit den Gesundheitsdienstleistern im Hinblick auf einheimische und ausländische Partner.

Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen bieten ihre Dienstleistungskapazitäten, teilweise gemeinsam mit Hotels und weiteren Partnern, je nach Patientenstruktur an. Diese vernetzte Angebotsstruktur stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar. Durch intensive Abstimmungsprozesse zwischen den unterschiedlichen Anbietern ist es möglich, sehr differenzierte, ggf. persönlich zugeschnittene Angebotspakete zu erstellen. Hierbei sind die Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen durchaus an weiteren Bündnispartnern in den Bereichen Gesundheit, Fitness und Erholung interessiert. Die Mitgliedseinrichtungen der KGMV nutzen konsequent die besondere Situation in Mecklenburg-Vorpommern, mit bestausgebildeten und hochmotivierten Mitarbeitern sowie mit modernster Infrastruktur die Herausforderungen der Globalisierung anzunehmen und auf in- und ausländischer Partner zuzugehen.

Zurzeit engagieren wir um Kooperationen in den Bereichen:

Bitte klicken Sie auf die Bereiche, um die Informationen anzuzeigen.

Patienten

Die Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich - zum Teil gemeinsam mit weiteren Einrichtungen und Institutionen - für eine umfassende qualitativ hohe bedarfsgerechte und wirtschaftliche Versorgung der einheimischen Bevölkerung und der ständig zunehmenden Touristen und Besucher unseres Bundeslandes. Darüber hinaus bieten die Mitgliedseinrichtungen der KGMV seit einiger Zeit zunehmend ihre qualitativ hervorragenden Leistungen auch ausländischen Interessenten gezielt an. Verschiedene Absprachen und Kontakte der Krankenhausgesellschaft und ihrer Mitgliedseinrichtungen mit Institutionen anderer Länder unterstützen diese Bemühungen.

Sowurden Beziehungen zur dänischen Firma PatientLink geknüpft, um Patienten, die dort lange auf einen medizinischen Eingriff warten müssen, eine Behandlung in Mecklenburg-Vorpommern zu ermöglichen.

Ebenso begleitet und unterstützt das Land Mecklenburg-Vorpommern durch das Sozialministerium zahlreiche dieser Aktivitäten der Krankenhausgesellschaft und deren Mitglieder im arabischen Raum, jedoch auch in Skandinavien und anderen Regionen dieser Erde.

Auch im Hinblick auf die zu erwartende neue Krankenhausstruktur unter den Bedingungen der Vereinheitlichung der Preise wird diese Öffnung des Marktes einen wertvollen Aspekt zur Förderung der Patientenorientierung darstellen.

"... Patienten können medizinische Versorgungsangebote im Ausland in Anspruch nehmen. Dadurch werden in vielen Ländern bestehende Wartelisten für medizinische Behandlungen abgebaut. Norwegen kauft seit Jahren für seine Bürger jährlich 50.000 Operationen im Ausland ein. Holländische Bürger werden aufgrund einer Vereinbarung mit den Krankenkassen in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern behandelt. Großbritannien verschickt seine Patienten unter anderem nach Deutschland, um Wartelisten an den britischen Krankenhäusern abzubauen ...", berichtete die Zeitschrift f&w.

Die Krankenhausgesellschaft unterstützt die Krankenhäuser aktiv bei dem Marketing in Bezug auf ausländische Patienten. Es wurden Kontakte mit Norwegen, Dänemark, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Ländern aufgenommen.

Mitarbeiter

Die Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken in Mecklenburg-Vorpommern begreifen die Globalisierung und damit die unaufhaltsam schwindenden Grenzen in Europa und der Welt als Herausforderung und als Chance. Zunehmend werden die Krankenhäuser Teil des weltweit operierenden Wirtschafts- und Dienstleistungsgefüges. Damit wird es für die Krankenhäuser interessant, ihre Leistungen dem In- und Ausland gleichermaßen anzubieten. In diesem Zusammenhang ist es notwendig und zweckmäßig hierfür entsprechend ausgebildete und motivierte Mitarbeiter in den eigenen Reihen zu haben. Ideal ist es, für ausländische Patienten muttersprachliches Personal in Krankenhäusern vorzufinden. Darüber hinaus ist die Einbeziehung ausländischer Mitarbeiter in den Krankenhäusern eine Chance zum sozialen und kulturellen Brückenschlag in andere Länder und Kulturkreise. Die KGMV unterstützt ihre Mitglieder in diesem Prozess. Kooperationsgeflechte, Absprachen mit ausländischen Institutionen unterstützen das Bemühen der Krankenhäuser um Gewinnung von Mitarbeitern aus dem In- und Ausland.

Auf diesem Wege kann u.a. dem derzeitigen Ärztemangel, der sich im gesamten Bundesgebiet - mit verstärkter Tendenz in den östlichen Bundesländern - bemerkbar macht, begegnet werden. Möglicherweise wird es künftig notwendig sein, die Personalsituation im Pflegebereich oder in anderen lebenswichtigen Bereichen der Krankenhäuser unter anderem auf diesem Wege zu unterstützen.

Auch die Möglichkeiten der Krankenhäuser zur Aus-, Fort- und Weiterbildung des medizinischen Personals im ärztlichen, pflegerischen und in anderen Bereichen ist ein äußerst interessantes Thema bei der Internationalisierung des Gesundheitsstandortes Mecklenburg-Vorpommern.

Auch mit Unterstützung des Sozialministeriums hat die KGMV beispielsweise Kontakte nach Österreich und Syrien, aber auch in andere Regionen geknüpft, um die Mitgliedseinrichtungen der KGMV bei der Gewinnung von Personal zur weiteren Verbesserung der Betreuungssituation der in- und ausländischen Patienten sowie im Interesse der allgemeinen Förderung der Kooperationsbeziehungen zu unterstützen.

Der bereits genannte immer noch aktuelle Ärztemangel in den Krankenhäusern sowie die Umsetzung des geänderten Arbeitszeitgesetzes haben die Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern motiviert, bereits zum vierten Mal gemeinsam mit den Selbstverwaltungspartnern der anderen neuen Bundesländer sowie mit Unterstützung des Sozialministeriums an einer so genannten Job-Börse vom 15. bis 17. Juni 2009 an den österreichischen Universitätsstandorten Innsbruck, Wien und Graz (Fotos weiter unten) in Kooperation mit der österreichischen Ärztekammer teilzunehmen.

Die Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern, die sich durch eine modern gestaltete Infrastruktur auszeichnen, bieten engagierten Mitarbeitern hervorragende Arbeitsbedingungen. Eine u. a. hierfür erstellte Informationsbroschüre (Neuauflage 2009) über das Leistungsspektrum und die Weiterbildungsmöglichkeiten der Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommerns fand bei den überwiegend anwesenden Studenten in Österreich hohen Anklang.

Eine weitere Möglichkeit zur Gewinnung von österreichischen Ärzten bietet die österreichische Personalvermittlungsfirma docanddoc, die diese Job-Börsen unterstützt. undefined(Download Angebot docanddoc)

Hierbei sei erwähnt, dass unserem Nachbarland keine Ärzte weggenommen werden, sondern dass zahlreiche "Ärzte in Weiterbildung" nach dem Studium eine lange Zeit auf einen Weiterbildungsplatz zum Facharzt in Österreich warten müssen. Mit dieser gegenseitigen Kooperation ist beiden Seiten geholfen. Das Gehalt ist den Ärzten in der Weiterbildung in Deutschland selbstverständlich gleichgestellt.

 

Bilder von der Jobbörse an den österreichischen Universitätsstandorten 2009

Kooperationspartner

Die Globalisierung schreitet voran, Grenzen werden durchlässiger und fallen weg. Viele Menschen aus Deutschland und so auch aus Mecklenburg-Vorpommern bereisen dienstlich und privat die gesamte Welt. Andererseits besuchen viele Personen dienstlich oder privat Mecklenburg-Vorpommern.

Dieser sehr positive Aspekt der Globalisierung veranlasst die Krankenhäuser und somit auch die Krankenhausgesellschaft weltoffen zu reagieren und sich auf ausländische Partner in jeglicher Hinsicht einzustellen. Die Mitgliedskrankenhäuser der KGMV sind willens und in der Lage, ausländische Patienten zu behandeln, Mitarbeitern aus anderen Nationen und Kulturkreisen einen Arbeitsplatz bzw. eine Aus- oder Weiterbildungsstelle zu geben und mit externen Partnern in vielfältiger Konstellation zu kooperieren.

Auf diesem Wege leisten wir einen bedeutsamen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung der Menschen in unserem Land und in anderen Regionen dieser Erde. Letztendlich entsteht durch diese zahlreichen humanitären und organisatorischen Verflechtungen auch ein kleiner Beitrag für eine humanitäre und friedliche Welt.

Im Jahr 2004 wurde zwischen der Syrischen Arabischen Republik und dem Land Mecklenburg-Vorpommern ein Memorandum zur Vertiefung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Medizin geschlossen. (Memorandum Syrien-MV)

Am 02.Juni 2008 wurde eine Vereinbarung zwischen der Österreichischen Ärztekammer und dem Land Mecklenburg-Vorpommern auf Vermittlung der KGMV zur Verbesserung der Arbeitsmöglichkeiten von Ärzten in beiden Ländern geschlossen. (Vereinbarung ÖÄK-MV)